IN MEMORIAM

 

  • Oberstudienrat i.R. Christoph Henning verstarb am 27.03.2019 im Alter von 79 Jahren. Am MLK unterrichtete er die Fächer Latein und Geschichte.
  • Oberstudienrat i.R. Rudolf Weber ist am 23.03.2019 in Bous kurz vor Vollendung seines 83. Lebensjahres nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Er unterrichtete die Fächer Latein und Französisch.
  • Oberstudienrat i.R. Dr. Alois Hahn ist am 08.03.2019 im 87. Lebensjahr in Völklingen verstorben. An unserer Schule unterrichtete er die Fächer Geschichte, Politik, Ethik und katholische Religion.
  • Oberstudienrätin i.R. Marianne Philippi ist am 26. September 2018 in Saarbrücken nach schwerer Krankheit im 80.Lebensjahr verstorben. Sie unterrichtete die Fächer Mathematik und Physik.
  • Gymnasiallehrer i.R. Günter Pinkel ist am 14. März 2017 in Saarbrücken nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde 77 Jahre alt. Er unterrichtete die Fächer Deutsch und Biologie.
  • Studienrätin Dorothee Grenner-Bienert ist am Donnerstag, dem 9. Juli 2015, in Saarlouis völlig unerwartet verstorben.

Nachruf

Die Schulgemeinschaft des Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums Völklingen trauert um
 

Frau Studienrätin Dorothee Grenner Bienert


Frau Dorothee Grenner-Bienert war von 1982 bis zu ihrem plötzlichen und für uns alle unerwarteten Tod am 09.07.2015 Lehrerin am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen.
1982 wurde Frau Grenner-Bienert mit den Fächern Deutsch und Geschichte dem Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium zugewiesen. In den fast 35 Jahren am MLK hatte Frau Grenner-Bienert sich großes Ansehen bei Schulleitung, Schülern, Eltern und Kollegen erworben. Sorgfältige Vorbereitung und ein Unterricht auf hohem Anspruchsniveau waren ihr immer wichtig. Sie hatte mit Charme und Nachdruck jahrelang die Interessen der Kollegen als Vorsitzende des Personalrats gegenüber Schulleiter und Ministerium vertreten. Viele Schüler ihrer Klassen hatte sie regelmäßig bei Wettbewerben betreut und zum Teil zu sehr erfolgreichen Abschlüssen geführt. Lesen und Literatur waren ihr eine Herzensangelegenheit und deshalb war es geradezu selbstverständlich für sie, die Leitung der Schülerbibliothek zu übernehmen. Dass sie zeitweise auch noch die Lehrerbibliothek betreute, verdient ebenfalls Erwähnung. Heute noch unvergessen sind die Auftritte ihrer Theater-AG. Als begeisterte Skiläuferin hatte sie natürlich auch regelmäßig Klassen nach Österreich begleitet und dort in die Anfänge des Skifahrens eingeführt.
Frau Grenner-Bienert wird uns allen als eine außergewöhnlich gebildete und souveräne Kollegin und Lehrerin in Erinnerung bleiben.


 

  • Oberstudienrätin i. R. Gertrud Steimer verstarb am Montag, dem 19. Mai 2014, in Saarbrücken.

Gertrud Steimer war von 1965 bis 2001 Fachlehrerin für Deutsch und Geschichte am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium Völklingen. Im Kollegium wurde sie als engagierte, fachkundige Lehrerin geachtet und geschätzt, die sich stets in sachlicher Argumentation um gute Zusammenarbeit bemüht hat. So haben sich auch nach der Zeit ihrer aktiven beruflichen Arbeit freundschaftliche Kontakte mit ehemaligen Kollegen erhalten.
Wer Gertrud Steimer kannte, wusste um ihre Mitmenschlichkeit, ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und anderen beizustehen. Fürsorglich hat sie sich neben ihrer Berufsarbeit um ihre erkrankte Mutter gekümmert und später in selbstloser Weise eine betagte Tante gepflegt und ihr ein Alter in Würde ermöglicht.
Leider war es ihr selbst in den späten Jahren des Ruhestandes nicht mehr vergönnt, sich den eigenen Interessen und Neigungen zu widmen. Als sie die bittere Wahrheit erfuhr, hat sie noch lange gegen die todbringende Krankheit gekämpft, bis sie schließlich die Kräfte verließen.
Gertrud Steimer wird nicht vergessen werden. Ihre Freundinnen und Freunde, ihre ehemaligen Kolleginnen und Kollegen und gewiss eine Vielzahl ihrer Schülerinnen und Schüler, die sie durch ihren Unterricht gefördert hat, werden sie als wertvollen, liebenswürdigen Menschen in Erinnerung behalten und ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
 

  • Oberstudienrat i. R. Felix Johanns ist am Dienstag, dem 20. November 2013 verstorben.

Felix Johanns unterrichtete am MLK die Fächer Latein, Geschichte und Spanisch. Herr Johanns kam als Altphilologe vom Von-der-Leyen-Gymnasium Blieskastel 1980 ans Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium nach Völklingen, wo er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im Jahre 1997 unterrichtete. Herr Johanns war sehr belesen, beherrschte mehrere Sprachen, u. a. Chinesisch, und beschäftigte sich auch im Ruhestand mit Sprachen, insbesondere mit Latein. In Konzerten mit Streichern war er immer wieder anzutreffen, er selbst spielte Cello. 76-jährig verstarb er in Saarbrücken, wo er seinen Wohnsitz hatte.
 

  • Oberstudienrat Helmut Schimscha ist am Freitag, dem 13. Juli 2012, in Saarbrücken verstorben.

 

 

 

Nachruf


Die Schulgemeinschaft des Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums Völklingen trauert um
 

 

Herrn Oberstudienrat Helmut Schimscha,

 


den eine schwere Krankheit viel zu früh aus unserer Mitte genommen hat.
Herr Schimscha kam vor 30 Jahren als Studienassessor aus Baden-Württemberg ins Saarland, wo er dem Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium zugewiesen und 1983 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt wurde. Er ist am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium schnell heimisch geworden. Die Schülerinnen und Schüler waren angetan von der kompetenten und zugleich humorvollen Art, mit der er seine Fächer Biologie und Chemie unterrichtete. Die Kolleginnen und Kollegen schätzten seine stets ausgeglichene Art und seinen gesunden Menschenverstand. Er war ihnen ein beliebter Gesprächspartner und ein guter Ratgeber, an den man sich vertrauensvoll wenden konnte.
Am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium engagierte sich Helmut Schimscha in vielfältiger Weise. Er war bis zu seiner Erkrankung Strahlenschutzbeauftragter der Schule, AIDS-Koordinator, Leiter der Sammlung Biologie und Vorsitzender der Fachkonferenz Biologie. Wegen seines großen Engagements, seiner hohen wissenschaftlichen Qualifikation und seines pädagogischen Geschicks wurde Herr Schimscha im Jahr 2001 zum stellvertretenden Abteilungsleiter Oberstufe berufen und 2004 zum Oberstudienrat ernannt. Er war ein guter Teamarbeiter und hat die mit dem Amt verbundenen Aufgaben gewissenhaft wahrgenommen - selbst als seine Erkrankung ihn schon beeinträchtigte.
Über seinen Fachunterricht hinaus hat er sich auch sportlich sehr engagiert. Regelmäßig begleitete er Klassen zum Ski-Schullandheimaufenthalt, zuletzt im Januar 2012 nach Sonthofen, und lehrte die Schülerinnen und Schüler Skifahren. Überdies organisierte er für unsere Schule die Teilnahme an Stadtläufen und Drachenbootrennen, was stets zur Erheiterung beitrug.
Wir haben ihn bewundert für die Art, wie er bemüht war, sein Leben trotz der Erkrankung so normal wie möglich weiterzuführen. Dies ist bis zum Schluss gelungen. Er hat seine Krankheit angenommen und allen, die ihm zur Seite standen, den Umgang mit dieser schwierigen Situation erleichtert.
Herr Schimscha wurde nur 57 Jahre alt. Wir werden sein Andenken in unseren Herzen bewahren. Unser besonderes Mitgefühl gilt denen, die er liebte, die ihm so viel bedeuteten und die ihm in den letzten schweren Wochen immer zur Seite standen.
 

  • Frau Dr. Anne-Marie Kray ist am 2. Juni 2011 95-jährig in Karlsbrunn verstorben.

 

 

 

Nachruf


Das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium Völklingen trauert um seine ehemalige Leiterin
 

 

Frau Oberstudiendirektorin i. R. Dr. Anne-Marie Kray,

 


die am 2. Juni 2011 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.
Frau Dr. Kray wurde am 11. Januar 1916 in Saarlouis geboren. Nach ihrem Studium in Freiburg i. Br., Marburg, Straßburg und Tübingen, das sie mit der Lehrbefähigung in den Fächern Deutsch, Latein, Französisch und Philosophie 1948 abschloss, und ihrer Promotion 1950 unterrichtete sie von 1953 bis 63 am Staatlichen Mädchenrealgymnasium Merzig. Von 1963 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 1980 leitete sie das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium Völklingen.
Auf Grund ihres umfangreichen Wissens, ihrer großen Fachkompetenz, ihres organisatorischen Talents und ihrer Fähigkeit, auszugleichen und Gegensätze zu überbrücken, wurde Frau Dr. Kray als Direktorin vom Lehrerkollegium, von den Elternvertretungen und von den Schülerinnen und Schülern sehr geschätzt.
Als Vorsitzende des Landesverbands Saarland im Deutschen Germanistenverband von 1965 bis 1975 und in der so genannten „Gilde“, einem Treffen ehemaliger Schulleiter, das sie nach ihrer Pensionierung gründete, erfuhr sie die gleiche Wertschätzung auf Grund dieser Fähigkeiten.
Sie war eine selbstbewusste Frau von großer Eigenständigkeit.
Ihren hohen Anspruch an den Lehrberuf und die Aufgabe als Schulleiterin formulierte sie selbst bei Ihrer Verabschiedung im September 1980:
„Vor allem aber sollte er (der Schuleiter / die Schulleiterin) ein kompetenter Lehrer sein, erfüllt vom pädagogischen Eros, mit reicher Sachkenntnis – auch über seine eigenen Fächer hinaus –, ein Fachmann, der Maßstäbe setzt, der hohe Anforderungen an seine Mitarbeiter und Schüler, aber in erster Linie an sich selbst stellt, dem Lehren und Erziehen eins sind, weil er gütig, aber mit fester Hand erzieht, indem er lehrt; der es versteht, seine Schüler für das Lernen und seine Lehrer für das Lehren zu begeistern, indem er ein Klima schafft, in dem jeder gedeihen kann, weil er gefördert und geformt wird und so zu einem glücklichen, seiner selbst bewussten Menschen heranreifen kann.“
Zugleich aber fügte sie in Kenntnis der menschlichen Natur und der Tatsache, „dass alles menschliche Tun Stückwerk bleibt“, bescheiden hinzu: „In magnis rebus voluisse satis est.“ Bei großen Aufgaben genügt es, gewollt zu haben. Bei allem Anspruch war sie offen für Menschen und nichts Menschliches war ihr fremd.
Frau Dr. Kray hatte erheblichen Anteil daran, dass die von ihr geleitete Schule 1978 den Namen der großen Nachkriegslyrikerin und Autorin Marie-Luise Kaschnitz erhielt. Mit dieser Namensgebung wollte sie den Schülerinnen und Schülern kommender Generationen die Werthaltung dieser Dichterin, ihre Wachsamkeit für die Gefahren unserer Zeit und ihre Empathie für den Nächsten als Impuls und Orientierung mitgeben.
Für sie selbst waren folgende Verse von Marie-Luise Kaschnitz von persönlicher Bedeutung:

 

„O halt uns Welt
im süßen Licht der Tage,
und lass, solang
ein Leben währen kann,
die Liebe währen.“

 


Frau Dr. Kray hatte die Gabe, Generationen übergreifend auf Menschen zuzugehen, ihnen mit Empathie zu begegnen und die Beziehung zu ihnen zu pflegen. Mit Kolleginnen und Schülerinnen aus ihrer Merziger und ihrer Völklinger Dienstzeit hielt sie bis zu ihrem Lebensende engen Kontakt, war für viele Ratgeberin, schloss mit einigen Freundschaft. Über viele Jahre auch noch nach ihrer Pensionierung las sie einer im Alter erblindeten Kollegin mehrmals in der Woche Literatur vor.
Sie starb, wie sie gelebt hatte, den Menschen zugewandt, voller Wachheit des Geistes und des Herzens, besucht und umgeben von Menschen, denen sie viel bedeutet hat und denen sie zugetan war.
 

  • Oberstudienrat i. R. Felix Brach ist am 16. Oktober 2010 unerwartet verstorben. Im August feierte er seinen 70ten Geburtstag.

Felix Brach unterrichtete am Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium von 1970 bis 2002 die Fächer Deutsch und katholische Religion. Er war immer um die ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler bemüht. Er organisierte zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen Gottesdienste für die Schulgemeinschaft. Auch im höheren Alter setzte er sich mit Neuem auseinander: der Computer war für ihn kein Fremdwort - er nutzte ihn intensiv.
In seiner Freizeit betreute er zeitweise ein türkisches Kind, dem er die deutsche Sprache näher brachte. Auch die Musik war ihm wichtig: Klavierspielen war zu einer geliebten Freizeitbeschäftigung geworden. Seine schwere Erkrankung hat er mit großer Gelassenheit und Zuversicht ertragen, wissend, dass er im Kreise seiner Familie, die ihm viel bedeutet hat, immer gut aufgehoben war.
Vor allem viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen haben ihn am 21. Oktober 2010 zu seiner letzten Ruhestätte begleitet.
 

  • Frau Oberstudienrätin Cilly Krebs ist am 15. September 2009 knapp 89-jährig in Völklingen verstorben.

 

 

 

Nachruf


Das Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium gedenkt in diesen Tagen eines ehemaligen, langjährigen Mitglieds seines Kollegiums,
 

 

Frau Oberstudienrätin i.R. Cilly Krebs,

 


die am 15. September 2009 in Völklingen verstorben ist. Mit ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen trauern zahlreiche frühere Schülerinnen und Schüler, die bis heute nicht vergessen haben, dass sie ihr viel zu verdanken haben, da sie sie entscheidend geprägt hat.
Am 13. 11. 1920 in Saarbrücken geboren und aufgewachsen, studierte Frau Krebs Deutsch, Englisch und Sport in Freiburg und lehrte diese Fächer seit dem 6.5.1949 am damals noch städtischen Mädchenrealgymnasium Völklingen, das bereits zum 1.5.50 in staatliche Trägerschaft übernommen wurde. Damals war die Schule noch im ehemaligen Schlafhaus der Hütte untergebracht, erst 1952 zog man in das heutige Gebäude um. Frau Krebs erlebte diese und viele organisatorische und pädagogische Veränderungen unmittelbar mit - eine der letzten authentischen Zeitzeugen! Sie blieb ihrer Schule bis zum 12.9.76 treu; an diesem Tag trat sie aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand, was wir alle sehr bedauerten, denn Frau Krebs war nicht nur eine zuverlässige Lehrerin, sondern auch eine hoch geschätzte, stets freundliche, hilfsbereite und liebenswerte Kollegin.
Das hohe Niveau ihres Unterrichts, ihr ausgeglichenes Wesen und ihre unbedingte Loyalität gewannen ihr das Vertrauen und die Zuneigung von Jung und Alt - und das bis heute.
Ihre bis zum letzten Lebenstag bewundernswerte geistige und seelische Offenheit für alles Lebendige ermöglichte ihr das Verbleiben in ihrer geliebten Wohnung - die Gnade eines schnellen Heimgangs schenkte ihr den letzten Frieden.
 

  • Frau Studienrätin i. R. Hildegard Finkler verstarb im 82-ten Lebensjahr am 13. September 2009 in Püttlingen.

Frau Finkler unterrichtete von 1957 bis 1965 an unserer Schule die Fächer Deutsch und Erdkunde. Eine schwere Krankheit bereitete ihrem Berufsleben ein frühes Ende. Jahrzehnte verbrachte sie an den Rollstuhl gefesselt, jedoch ohne den Lebensmut zu verlieren.
 

  • Frau Oberstudienrätin i. R. Christine Geisler ist im April 2009 in Altötting verstorben.

Frau Geisler unterrichtete am Marie-Luise Kaschnitz-Gymnasium von 1954 bis zu ihrer Pensionierung 1971 die Fächer Deutsch, Geschichte und Englisch. Im Ruhestand verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Altötting. Sie suchte die Nähe zu Salzburg und Österreich, dem Haus Habsburg.
 

  • Frau Studiendirektorin i.R. Dr. Maria Penth verstarb 90-jährig am 15. August 2008 in Wiesbach.

Frau Dr. Penth unterrichtete lange Jahre von 1953 bis 1981 an unserer Schule die Fächer Chemie, Biologie und Erdkunde. Sie war eine bei Lehrer/inne/n, Schüler/inne/n und deren Eltern beliebte und anerkannte Pädagogin, die mit ihrer bedächtigen und liebenswürdigen Art auch in kritischen Situationen überzeugte. Auf vielen Bildungsreisen, von denen sie ausgezeichnete Fotodokumente sammelte, erweiterte sie ihren Horizont Jahr für Jahr und ließ Kolleg/inn/en und Schüler/innen daran teilhaben. Stets war sie bereit, auch zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, indem sie unter anderem Kollegiumsfeste sowie Kollegiumsausflüge phantasievoll plante und gestaltete, die Einrichtung der Kaffeestube neben dem Lehrerzimmer durchsetzte und ihre Kolleg/inn/en auch zu privaten Festen und ausgedehnten Wanderungen einlud, so dass man ihrer Initiative viel verdankt an schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und Arbeit.
Sie war in der Tat ein vielseitig interessierter Mensch mit einem ausgesprochenen Sinn für soziales Miteinander.
Wir gedenken ihrer in dankbarer Erinnerung.
 

  • Frau Studiendirektorin i.R. Anneliese Heimes ist am 29. Oktober 2006 kurz vor Vollendung ihres 85. Lebensjahres verstorben. Sie wohnte zeitlebens in Heusweiler.

Frau Heimes unterrichtete an unserer Schule von 1946 bis 1984 insbesondere die Fächer Deutsch und Französisch. Mit ihrer Begeisterung für die französische Sprache und ihrem Einsatz für den Austausch mit Frankreich zog sie unzählige Schüler/innen in den Bann. Durch ihren herausragenden erzieherischen Einsatz und ihre starke Persönlichkeit hat sie Generationen von Schüler/inne/n geprägt.
 

  • Frau Oberstudienrätin i.R. Ilse Simon ist am 27. Februar 2006 102-jährig verstorben.

Frau Simon unterrichtete von 1932 bis 1969 an unserer Schule in den Fächern Biologie, Chemie, Physik. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in der Nähe von Hameln.
 

  • Herr Oberstudienrat i.R. Horst Lauer ist am 25. Februar 2006 kurz vor Vollendung seines 78. Lebensjahres in Saarbrücken verstorben.

Herr Lauer unterrichtete an unserer Schule von 1956 bis 1985 die Fächer Französisch, Englisch und Erdkunde.
 

  • Frau Marieluise Schaefer-Nomine ist am 19. September 2000, gerade 65 Jahre alt, in Saarbrücken verstorben.

 

 

 

Nachruf


 

 

Frau Oberstudiendirektorin i.R. Marieluise Schaefer-Nomine - Ein Teil der Schulgeschichte

 


Die Festschrift zum 90jährigen Jubiläum, die erste Chronik unserer Schule, ist von ihr initiiert worden und trägt noch ihre Handschrift. Nun ist Frau Marieluise Schaefer-Nomine selbst schon Teil der Geschichte des Kaschnitz-Gymnasiums und die meisten Kolleginnen und Kollegen des mittlerweile stark veränderten Kollegiums haben sie nicht mehr kennen gelernt. Aber eine Schule, die ihre Vergangenheit nicht wertschätzt und sich auf sie besinnt, hat auch keine Zukunft. In memoriam soll daher hier ihr Nachruf stehen.
Frau Oberstudiendirektorin Marieluise Schaefer-Nomine, geboren 1935 in Saarbrücken, hat von 1980 bis 1997 das Kaschnitz - Gymnasium mit Engagement geleitet und geprägt und ist drei Jahre nach ihrem Eintritt in den Ruhestand am 19. September 2000 im Alter von nur 65 Jahren verstorben.
Frau Schaefer-Nomine, die die Fächer Englisch und Geschichte unterrichtete, sah dieses Gymnasium nicht in erster Linie als Institution, sondern fühlte sich verantwortlich für die Menschen in unserer Schule: für die Schülerinnen und Schüler, denen sie eine gymnasiale Bildung und eine gute Zukunftsperspektive mitgeben wollte, für die Kolleginnen und Kollegen, für die sie Leiterin und Ansprechpartnerin zugleich war. Sie stand ein für die Einhaltung von Vorschriften und Regeln, konnte aber unbürokratisch handeln, wenn es um menschliche Probleme ging.
Frau Schaefer-Nomine hatte die Fähigkeit, den Menschen offen zu begegnen und mit Eltern, Schülern und Lehrern im Gespräch zu bleiben und förderte die Diskussion, aber sie vertrat auch ihre Positionen und kämpfte für ihre Ziele. Denn sie war eine Frau, die klare Vorstellungen hatte und eine - im besten Sinne des Wortes - konservative Bildungsidee verteidigte. In der Diskussion um den schulfreien Samstag z.B. ließ sie keine Argumente von persönlicher Bequemlichkeit oder äußeren Vorteilen gelten. Für sie hatten pädagogische Aspekte Vorrang.
„Bildung und Erziehung sind als zwei fundamentale Kulturgüter zu verstehen, die niemals aufs Spiel gesetzt werden dürfen, untereinander auch nicht austauschbar sind, sondern ihren grundlegenden Wert aus ihrer Wechselwirkung beziehen.“ Mit diesem Satz schloss Frau Schaefer-Nomine 1997 ihre Ausführung „Die Entwicklung des Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums“ in der Schulchronik „Bildung im Profil“.
Für ihre Abiturrede 1993 wählte sie als Ausgangspunkt die Ballade „Ahasver“ von Marie Luise Kaschnitz, in deren Mittelpunkt der vertriebene, einsame, in der Fremde lebende Mensch steht, und interpretierte sie gegenwartsbezogen als „Parabel des Fremden und Heimatlosen unter uns“. „Wir vertrauen darauf, dass sie (die ausländischen Schüler und Schülerinnen an unserer Schule) integriert sind, dass sie Teil unserer Schulgemeinschaft sind. Aber können wir dessen so sicher sein? Kümmern wir uns genug um sie? Lassen sie nicht alleine nach Hause gehen in diesen gefährlichen Tagen? Können sie unseres Verständnisses, unserer Freundschaft, unserer Hilfe sicher sein, auch ohne uns darum zu bitten?“ „Ich wünsche mir, … dass ‚Verständnis’ und ‚Achtung’ keine leeren Worthülsen für sie sind … .“
Manche von uns, die sie noch gekannt haben, werden das Bild in Erinnerung behalten, wie sie, eine attraktive Erscheinung, stets elegant gekleidet, ohne sich persönliche Beeinträchtigungen anmerken zu lassen, alles und alle wahrnehmend, ansprechbereit, mit energischem Schritt durch die Flure ging und mit jedem Blick ihre Zugehörigkeit ausdrückte zu „ihrer“ Schule.

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